Kinderzimmer gestalten - altersgerecht und funktional

Spätestens mit 3 Jahren wird es wichtig für Kinder - das Kinderzimmer. Gestaltet als Spiel- und Lebensraum, Rückzugsort und eigenes Reich mit individueller Note macht die Gestaltung des Kinderzimmers Eltern und Kindern viel Spaß. Doch worauf sollte man achten und wie können die kindlichen Bedürfnisse bei der Gestaltung berücksichtigt werden? Je nach Alter der Kinder sind die Bedürfnisse sehr unterschiedlich. Ein 4-jähriges Kind braucht mehr freien, flexiblen Raum als ein 12-Jähriger. Deshalb ändert sich die Gestaltung des Kinderzimmers mit dem Alter.

Kinder von 4-8 Jahren


Für Kinder dieser Altersgruppe ist die alltägliche Bewegung ein wesentlicher Aspekt ihrer Entwicklung. Bewegung ist die Grundvoraussetzung für das Lernen, und deshalb sollte die Möglichkeit zu vielfältigen Bewegungserfahrungen auch bei der Gestaltung des Kinderzimmers eine große Rolle spielen. Sie wollen außerdem viel ausprobieren und experimentieren, und auch Ordnung muss erlernt werden. Flexibilität, Übersichtlichkeit und Phantasie sind hier die Schlagworte für die Raumgestaltung des Kinderzimmers.

Kinder von 8-12 Jahren


Die Bedürfnisse der Schulkinder ändern sich. Das Wichtigste ist ein gut gestalteter Arbeitsplatz für die Hausaufgaben. Auch Rückzugsorte wie Nischen und gemütliche Ecken sind gefragt, um abschalten zu können. Mit steigendem Alter entwickelt sich die Eigenständigkeit und die Persönlichkeit des Kindes immer weiter, dies sollte auch in die Gestaltung des Kinderzimmers mit einfließen, so dass die "Großen" dann selbst über die Schwerpunkte der Gestaltung ihres Kinderzimmers entscheiden können.

Aufteilung des Kinderzimmers


Das Kinderzimmer kann in verschiedene "Funktionsbereiche" aufgeteilt werden. Dazu gehören natürlich das Kinderbett bzw. die Schlafecke und Stauraum für Kleidung und Spielzeug. Weiterhin sollte es einen Kinderschreibtisch geben, an denen die Kinder im Sitzen oder auch im Stehen malen, basteln und experimentieren können.

Kleine Kinder sind ständig in Bewegung, deshalb ist es empfehlenswert, nicht immer nur auf die klassische "Sitzgruppe" mit Tisch und Stühlchen zurück zu greifen, sondern auch unkonventionelle Möglichkeiten zu bieten, zum Beispiel das Miteinbeziehen einer Fensterbank als Experimentierfläche.

Ein anderer wichtiger Bereich ist die Fläche zum Bewegen, Bauen und Spielen, die flexibel genutzt werden kann, denn die Interessen der Kinder können sich schnell ändern. Eine Ecke zum Kuscheln, Vorlesen und Träumen sollte auch nicht fehlen. Das kann natürlich das Kinderbett sein, oder auch eine gemütliche Ecke mit Kissen, einem Baldachin und entsprechender Dekoration. Ältere Kinder brauchen einen Arbeitsplatz. Kinderschreibtisch und Kinderschreibtischstuhl in ergonomischer Ausführung und die richtige Beleuchtung sind hier besonders wichtig.

Licht und Farben sorgen für Atmosphäre im Kinderzimmer


Auch die Farbvorlieben von Kindern ändern sich mit dem Alter. Ganz oben stehen bei kleinen Mädchen meistens pink, rosa und rot, die Jungen bevorzugen etwas gedeckte Farben wie blau und grün, aber auch rot ist beliebt. Die Farbgestaltung der Kinderzimmerwände sollte aber nicht zu bunt und zu knallig sein. Also am besten Pastelltöne als Basis mit einigen intensiven Farbakzenten in Form von Bildern, Dekorationen oder auch Wandmalereien. Farben haben immer eine Wirkung auf den Menschen, deshalb sollte ein Ausgleich geschaffen werden. Die verschiedenen Bereiche im Kinderzimmer können also durchaus in unterschiedlichen Farben gestaltet werden, zum Beispiel blau oder grün für den Schlafbereich (ausgleichende, entspannende Wirkung), und rot, rosa oder orange für den Spielbereich (aktivierende Wirkung).

Ob Wände tapeziert oder gestrichen werden, hängt von den persönlichen Vorlieben ab, aber da ein Kinderzimmer öfter mal das Gesicht ändert, bietet ein Anstrich einfach mehr Möglichkeiten und auch individuellere Lösungen an.

Um dem Kinderzimmer Atmosphäre zu verleihen, ist auch die richtige Beleuchtung ausschlaggebend. Am besten ist natürlich immer Tageslicht. Große Fenster nicht mit Vorhängen verhängen, sondern in die Raumgestaltung mit einbeziehen. Kinder lieben es, einfach nur mal gedankenverloren aus dem Fenster zu schauen und zu beobachten, was sich draußen tut. Direkte Lichtquellen wie zum Beispiel Strahler sind nur am Arbeitsplatz nötig, oder da, wo gelesen oder vorgelesen wird. Um das Kinderzimmer zu beleuchten, sind indirekte Lichtquellen wie zum Beispiel Lampen mit Schirm schöner. Mit ihnen lassen sich bestimmte Bereiche betonen und je nach Farbe und Lichteinfall entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.

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